kreuz WORTrätsel

 

„Das Evangelium ist das Buch des Lebens des Herrn und ist da, um das Buch unseres Lebens zu werden. Es ist nicht da, um verstanden, sondern um wie eine Schwelle zum Geheimnis angenähert zu werden. Es ist nicht da, um gelesen, sondern um in uns aufgenommen zu werden...
Die Worte des Evangeliums durchwalken uns, verändern uns, bis sie uns gleichsam in sich einverleiben.“ (Madeleine Delbrêl)

 

Es ist uns nicht möglich, das Evangelium in seiner Fülle zu erfassen. Und mag es nur eine Kleinigkeit sein, die uns berührt, so gilt es, diese in ihrer Innerlichkeit zu verkosten: "Nicht das Vielwissen sättigt die Seele, sondern das Verspüren und Verkosten der Dinge von innen her." (Ignatius von Loyola)     

 

Von Mittwoch bis Mittwoch finden Sie hier einen kurzen Gedanken zum jeweiligen Sonntagsevangelium. Vielleicht hilft Ihnen dieser Impuls, sich vom Wort (Gottes) berühren zu lassen.


13. Sonntag im Jahreskreis (A): Mt 10,37-42

Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.

Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert.

Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.

Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.

Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, der wird den Lohn eines Propheten empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, der wird den Lohn eines Gerechten empfangen.

Und wer einem dieser Kleinen auch nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Er wird nicht um seinen Lohn kommen.

 

Nachfolge.

Niemand kann zwei Herren dienen… (Mt 6,24). So ist es nicht verwunderlich, dass Jesus auf diese Wahl hinweist: Wollen wir in unseren gewachsenen familiären Beziehungen zuhause sein – oder bei IHM, unserem Lehrer und Meister?

Sind wir bereit, das uns von Gott angebotene Leben auf uns zu nehmen?

Es geht nicht darum, unserer Egozentrik zu frönen, sondern darum, unser wahres Selbst zu entdecken, dass „von Anfang an“ auf unserem Seelengrund ruht.

Auf diesem Wege der Nachfolge wird keiner zu kurz kommen. Jeder wird seinen Lohn erhalten.

Mit welchem der von Jesus geäußerten Gedanken tun Sie sich schwer? – Vielleicht enthält gerade er eine Botschaft für Sie.